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Lebenslauf ohne Berufserfahrung schreiben

Kurze Antwort

Ohne Berufserfahrung stehen Praktika, Nebenjobs, Ehrenamt und Schulbildung im Mittelpunkt. Der Lebenslauf ist tabellarisch, beginnt mit dem neuesten Eintrag und passt auf ein bis zwei Seiten. Ein Foto ist in Deutschland freiwillig. So beschreiben es die Bundesagentur für Arbeit und der Career Service der LMU München.

CVTailor team Veröffentlicht 4 Min. Lesezeit

Auch ohne Berufserfahrung hat ein Lebenslauf genug Inhalt. Das sagen die Bundesagentur für Arbeit und die LMU München zu Aufbau, Reihenfolge und Länge.

In diesem Artikel

Ein Einstieg ohne Berufserfahrung ist normal, vor allem bei Schülerinnen, Schülern und Berufseinsteigern. Dieser Beitrag fasst zusammen, was zwei öffentliche Quellen zu Inhalt und Aufbau sagen: die Bundesagentur für Arbeit und der Career Service der LMU München. Er gilt für Bewerbungen in Deutschland.

Was schreibe ich in den Lebenslauf, wenn ich noch nicht gearbeitet habe?

Schreibe auf, was du schon getan hast, auch wenn es kein Job war. Die Bundesagentur für Arbeit rät Schülerinnen und Schülern, Praktika, Nebenjobs und Ehrenamt aufzuführen, wenn es noch keine feste Anstellung gibt. Auch Orientierungspraktika gehören dazu, weil sie Interesse und Richtung zeigen.

Die Agentur nennt Vereinsmitgliedschaften und ehrenamtliche Arbeit ausdrücklich als Beleg für Engagement.

Welche Abschnitte hat der Lebenslauf?

Die Bundesagentur für Arbeit nennt diese Reihenfolge:

  1. Persönliche Angaben: Name, Anschrift, Telefon, E-Mail, Geburtsdatum und Geburtsort. Der Beruf der Eltern ist nicht nötig.
  2. Praktische Erfahrung: je Station Beginn und Ende, Arbeitgeber, deine Aufgabe und drei bis fünf kurze Stichpunkte.
  3. Schulbildung: Zeiträume, Schulart, Name der Schule und der Abschluss, den du hast oder anstrebst. Gute Noten in einem passenden Fach sind optional.
  4. Besondere Kenntnisse: Sprachen, Software, Führerschein und alles, was die Stellenanzeige verlangt. Hobbys nur, wenn sie zur Stelle passen.
  5. Ort, Datum und Unterschrift sind optional.

Die LMU beschreibt die Stationen ähnlich: Zeitraum, Position, Arbeitgeber oder Organisation und Ort, dazu zwei bis drei Stichpunkte. Das gilt für Ehrenamt in derselben Form wie für Praktika. Die Zahl der Stichpunkte nennen die beiden Quellen etwas unterschiedlich, also richte dich danach, was die einzelne Station hergibt.

Wie lang sollte der Lebenslauf sein?

Zwei Seiten sind das Maximum. Die Bundesagentur für Arbeit empfiehlt eine tabellarische, chronologische Darstellung auf höchstens zwei DIN-A4-Seiten, übersichtlich und schlicht, in einer gut lesbaren Schrift. Der neueste Eintrag steht oben und die Reihenfolge geht zurück in der Zeit.

Die Agentur rät, kurz und einfach zu schreiben. Ein kurzer Lebenslauf ist deshalb kein Mangel.

Brauche ich ein Foto?

Nein. Laut Bundesagentur für Arbeit ist das Foto nicht mehr vorgeschrieben. Manche Online-Bewerbungen verlangen es als eigenen Upload, dann folgst du der Stellenanzeige. Wenn du ein Foto verwendest, rät die Agentur zu einem professionellen Bewerbungsfoto und nicht zu Passbildern, Urlaubsfotos, Ganzkörperbildern oder Selfies.

Was mache ich mit Lücken?

Erkläre sie, wenn sie länger als zwei Monate dauern. Die Bundesagentur für Arbeit zählt als Lücke jede Zeit ohne Arbeit, Ausbildung oder Praktikum. Nenne, was du in der Zeit gemacht hast, zum Beispiel einen Freiwilligendienst, einen Aufenthalt im Ausland oder ein Praktikum, und sei dabei konkret.

Soll ich den Lebenslauf für jede Stelle ändern?

Ja. Die Bundesagentur für Arbeit rät, den Lebenslauf auf den einzelnen Arbeitgeber zuzuschneiden und nicht für jede Bewerbung denselben zu verwenden. Lies dafür die Stellenanzeige und nimm die Kenntnisse und Erfahrungen nach vorn, die sie nennt. Unser Ratgeber Wie du deinen Lebenslauf an eine Stellenbeschreibung anpasst zeigt die Schritte.

Was ich als Nächstes tue

  1. Schreibe alle Stationen auf: Praktika, Nebenjobs, Ehrenamt, Vereine.
  2. Notiere je Station Zeitraum, Aufgabe und ein paar Stichpunkte.
  3. Ergänze Schulbildung mit Schulart, Schulname und Abschluss.
  4. Wähle aus den Kenntnissen, was die Stellenanzeige verlangt.
  5. Prüfe, ob alles auf ein bis zwei Seiten passt, mit dem neuesten Eintrag zuerst.

Wie passe ich den Lebenslauf an eine Stelle an?

CVTailor liest die Stellenanzeige und zeigt dir, welche Stichwörter in deinem Lebenslauf fehlen. Es ordnet deine Angaben neu und formuliert sie aus deinem eigenen Material um, ohne Erfahrung hinzuzufügen. Du kannst alles vor dem Download bearbeiten.

Lebenslauf erstellen

Häufig gestellte Fragen

Gehören Hobbys in den Lebenslauf?

Die Bundesagentur für Arbeit rät, Hobbys nur aufzunehmen, wenn sie zur Stelle passen. Ehrenamt und Vereinsmitgliedschaften gehören dagegen in den Lebenslauf.

Muss ich im Lebenslauf ein Foto haben?

Nein. Nach der Bundesagentur für Arbeit ist ein Foto nicht mehr vorgeschrieben. Manche Online-Bewerbungen fragen es als eigenen Upload ab. Wenn du eines verwendest, wähle ein schlichtes Bewerbungsfoto, keine Selfies und keine Passfotos.

Was schreibe ich, wenn ich eine Lücke im Lebenslauf habe?

Die Bundesagentur für Arbeit rät, Lücken von mehr als zwei Monaten zu erklären und zu sagen, was du in der Zeit gemacht hast, etwa ein Freiwilligendienst, ein Praktikum oder ein Auslandsaufenthalt.

Wie lang darf der Lebenslauf sein?

Die Bundesagentur für Arbeit empfiehlt eine, höchstens zwei DIN-A4-Seiten. Der Lebenslauf soll übersichtlich und schlicht bleiben.

Quellen

  1. Der Ratgeber der Bundesagentur für Arbeit zum Lebenslauf nennt als Aufbau persönliche Angaben, praktische Erfahrung, Schulbildung und besondere Kenntnisse, tabellarisch und mit dem neuesten Eintrag zuerst, auf ein bis zwei Seiten. Er rät Schülerinnen und Schülern, Praktika, Nebenjobs und Ehrenamt aufzuführen, nennt das Foto nicht mehr verpflichtend und empfiehlt, Lücken von mehr als zwei Monaten zu erklären. Bundesagentur für Arbeit
  2. Die Tipps des Career Service der LMU München beschreiben für Praktika, Nebenjobs und Ehrenamt je Station Zeitraum, Position, Arbeitgeber oder Organisation und Ort, ergänzt um zwei bis drei Stichpunkte. Werkstudierendenstellen und Nebenjobs gehören ausdrücklich dazu. LMU München, Career Service